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Am Ende des Regenbogens steht der Wels

    TG_No.: 249 / Nr.2 im Juli 2021 / See 4 / Uhrzeit: 21:15Uhr/ Tiefe:7,8 / Dauer: 47min / Wassertemperatur: 17°C

    Heute waren wir zu viert unterwegs. Mein, kann schon fast sagen, Standardbuddy und 2 Tauchneulinge mit knapp 25 TG. Geplant war ein Nachttauchgang in unserem kleinen See der auch dem anderen Buddy Team (T+K) gut bekannt ist. Nach einem ausgiebigen  Briefing  was man bei einem Nachttauchgang so alles zu achten hat, gienen wir zum Einstieg.

    Geplant war das wir die Buddy Teams beibehalten und wir den anderen den Vortritt leisen. Bei einer Sichtweite von 50cm eine schlechte Idee. Schon nach den ersten Sekunden hat sich ein Mittaucher (K) verirrt. So waren wir nur noch zu Dritt. Ich gab meinem Buddy (N) ein Zeichen das ich Sie an der Oberfläche suche und er unten bei dem anderen Taucher (T) bleiben soll. Im Zick-zack-kurs verfolgte ich den Taucher (K) an der Oberfläche… vergebens. Doch nach kurzer Zeit sah ich Taucher (T) neben mir…. Egal ich bin nicht wählerisch – also schnappte ich ihn mir und suchten weiter.

    Endlich alle wieder beisammen…

    … nur in der falschen Reihenfolge. Mein Buddy (N) und ich außen die neuen (T+K) in der Mitte. Also entschied ich kurzum dass ich mit dem Buddy (T) neben mir den Tauchgang mache. Ich gab Ihm das Zeichen das wir miteinander tauchen und er gab mir ein Okay.

    Durch die schlechte Sicht  verlor ich das Gefühl für die Tiefe und driftete immer weiter ab. Als ich bei 0 Sicht auf 7,8m Tiefe war gab ich auf ohne Hilfe wieder in flacheres Gewässer zu kommen. Mein Buddy (T) höre ich, erstaunlich ruhig bei dieser Sichtweite und Situation, vor sich her blubbern. Auf meine Frage gibt er mich das Okay-Zeichen.

    Dann hole ich doch mal meine Orientierungshilfe aus meinem Jacket. Der Kompass 🙂

    Ist doch gut wenn man ihn dabei hat. Nach kurzem orientieren tauchte ich los bis ich endlich wieder die Böschung sah und den Tauchgang wie geplant fortführen konnte.

    Schwarzmeergrundeln und Barsche tummeln sich am Grund entlang. Ein kleiner Trost dafür das die Sichtweite so mies ist. Durch die Dunkelheit und der schlechten Sicht habe ich kein Gefühl für meine Tiefe und tauche meist im Bereich von 3 Metern Tiefe und höher. Der See bekommt so ein ganz anderes Gesicht und ich entdecke Hindernisse die mir zuvor noch nicht aufgefallen waren.

    Das Highlight war dann doch der Wels den wir im Gestrüpp sahen. Und auch bei der schlechten Sicht habe ich doch wieder etwas dazugelernt: Habe dein Kompass immer dabei und kenne denen Kurs, zumindest den ans Land. Und… Mein Buddy (T) ist ein sehr entspannter Taucher… mit 25 Tauchgängen wäre ich in solch einer Situation  nicht so ruhig geblieben wie er.

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