Startseite » Das war leider zu erwarten

Das war leider zu erwarten

    TG_No.: 224 / No4 im Jan. 2021 / See3 / Uhrzeit: 9Uhr/ Tiefe: 26,5 / Dauer: 49min / Wassertemperatur: 7°

    Der See ist über 5 Kilometer vom Rhein entfernt. Dennoch hat sich, durch den Regen der letzten Woche und dem Schmelzwasser von den Bergen, der Wasserspiegel um gut einem halben Meter gehoben. Leider war deswegen die Sicht relativ schlecht.

    Mein Oktopus hat schon wieder abgeblasen. Beim Ausrüstungstest Zuhause war noch alles in Ordnung. Also habe ich die 2. erste Stufe zu gelassen und konnte so nur mit meinem Anzug tarieren. Durch die Doppelbelastung der 1. erste Stufe (Luft für zum Tarieren und Atmung) läuft man Gefahr von einem Vereisen der ersten Stufe.

    Die meisten Vereiser passieren beim Abtauchen. Denn beim Abtauchen wird der Umgebungsdruck immer größer, dadurch erhöht sich auch der Luftverbrauch. Infolge dessen nimmt der Druck in der Flasche auch schneller ab. Was wiederrum einen kühlenden Effekt der Flasche und der 1. Stufe nach sich zieht (Man kennt den Effekt beim Grillen mit Gas nach einer Weile kann sich an der Flasche Eis bilden). Das vereisen bewirkt das sich die 1. Stufe öffnet und die Luft durch die 2. Stufe unkontrolliert entweicht. Ist soweit positiv da die Luftversorgung garantiert ist. Wobei der Luftvorrat sich sehr schnell verringert und das Atmen nicht gerade einfach ist. Die beste Lösung ist die abblasende 1. Stufe zuzudrehen und auf den 2.Atemregler umzusteigen. Nach einiger Zeit kann man die vereiste Stufe vorsichtig wieder aufdrehen und der Vereiser sollte weg sein. Je nach Restdruck in der Flasche kann man noch weiter tauchen. Wobei ich nach so einem Erlebnis eher raten würde in geringerer Tiefe meinen Tauchgang zu beenden.

    Ursachen dafür können, außer hohem Luftverbrauch, Feuchtigkeit im Ventil sein. Also immer darauf achten das Flaschenventil und die erste Stufe trocken sind bei der Montage.

    Am Ende unseres Tauchgans sahen wir noch einen 30cm großen Barsch. Der lag da einfach auf dem Grund und sah recht tot aus. Als sich mein Buddy ihm mit seiner Hand näherte, erwachte er zum leben und flitschte davon.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.