Zum Inhalt springen
Startseite » Der Weg in die Tiefe ist wieder offen 🌊

Der Weg in die Tiefe ist wieder offen 🌊

    Es ist wieder soweit: Der Weg in die Tiefe ist offen. Der See ist endlich wieder klar. Nachdem er lange Zeit ab dem zehnten Meter trüber als Milchkaffee war, zeigt er sich nun seit ein paar Wochen bis auf 40+ Meter wunderschön klar — mit Sichtweiten von bis zu 12 Metern. 🤿✨

    Heute starten wir eine neue Tour, um den See weiter zu erkunden. Und was für eine Tour das wurde. Angepeilt war auf dem Kompass der Kurs 170° 🧭 — also direkt auf das gegenüberliegende Ufer zu. Diesen Plan konnten wir bis auf 20 Meter Tiefe halten. Dann machte mich mein Buddy auf eine abfallende Kante auf der rechten Seite aufmerksam.

    Also nichts wie hin — und hinab in die dunkle, unbekannte Tiefe. 🌑⬇️

    Der Weg war lang. Nach einer kurzen, aber steilen Strecke befanden wir uns auf 30 Metern. Danach ging es nur noch mühsam in kleinen Schritten weiter nach unten. Ich rechnete schon meine Nullzeit hoch, und mir wurde klar: Das wird heute wieder einmal ein kleiner Deco‑Tauchgang. ⏱️

    Nach 12 Minuten erreichten wir die 40 Meter. Noch drei Minuten bis zur Nullzeit. Touchdown. 🏁

    Also links ab und wieder Richtung Ufer. Der Weg zog sich in die Länge, und mein Buddy und ich waren schon gute sechs Meter über dem Grund, sodass wir nicht allzu viel Dekozeit sammelten. Das hatte auch etwas Positives: Wir konnten die gesamte Ebene überblicken. Atemberaubend, welche Landschaft sich dort unten vor uns ausbreitete.

    Endlich wieder auf 20 Metern — und damit in Sicherheit, denn in dieser Tiefe baut sich die Deko nur sehr langsam auf. Da! Die Leine einer Boje 🟠. Jetzt war ich mir ziemlich sicher, wo wir uns befanden … kurz vor dem Ausstieg. Aber bei 28 Minuten Tauchzeit dachten wir noch nicht ans Auftauchen.

    Weiter nack links ist gut. ➡️

    Als wir nur noch 100 Bar in den Flaschen hatten, gab ich das Zeichen zum Umdrehen. Die Landschaft sah fremd aus … unbekannt. Und was ist das?! Ein Ponton? 😳 Den gab es in diesem See nur an einer ganz bestimmten, weit entfernten Stelle.

    Der Blick auf den Kompass bestätigte es: Wir befanden uns tatsächlich auf der gegenüberliegenden Seite. Der Weg außen herum ist ewig. Ein Rückweg durch die Tiefe war uns verwehrt — zu wenig Luft, zu viel Stickstoff. 🫁⚠️

    Take the long way. 🚶‍♂️🌊

    Also machten wir uns auf den Rückweg. In gleichmäßigen Zügen tauchten wir weiter und sahen zerklüftete Unterwasserberge mit fast 100 % Gefälle. Äste und Bäume lagen in rauen Mengen am Grund. 🌲🪵

    Die Luft wird knapp! 😬

    Mein Buddy zeigte mir, dass er nur noch 60 Bar hatte — und noch immer war nichts Bekanntes zu sehen. Also weiter, und versuchen, die Sicht zu genießen. Gar nicht so leicht, wenn man weiß, dass die Anzahl der verbleibenden Atemzüge stetig schrumpft. 🫨

    Nach einer weiteren Viertelstunde — inzwischen 70 Minuten Tauchzeit — musste mein Buddy auftauchen. 🫧⬆️

    Kurz orientieren. 🧭

    Was für ein Glück: Der Ausstieg war nicht mehr weit. Aber den mussten wir leider über Wasser zurücklegen. 300 Meter paddeln — sportlich. 💦💪

    Am Ende mussten wir zugeben, dass wir uns zwar komplett vertaucht hatten und das Überwasser‑Paddeln alles andere als schön war, es aber dennoch ein wunderschöner Tauchgang war. 🤿❤️ Eigentlich wollten wir das nicht noch einmal wiederholen. Doch schon drei Stunden später beschlossen wir, diese Tour erneut zu tauchen.

    Vielleicht mit einer kleinen Modifikation: einfach etwas früher abbiegen, damit der Weg nicht ganz so weit wird. 😉