Der Blasenmacher

… egal in welcher Sprache,

… egal in welchem Land,

… egal welches Gewässer,

… Hauptsache man hat spaß am Tauchen…

…dabei sollte man das Wichtigste am Tauchen nie außer Acht lassen. Wir befinden uns in einem uns „lebensfeindlichen Element“ wir sind nur geduldete Gäste. Dementsprechend sollten wir uns verhalten. Mit Respekt für das Leben unter Wasser. Umsichtiges Tauchen ist das A und O.

Tauchgänge…

…sind niemals gleich. Selbst wenn man den gleichen See, die gleiche Tiefe und den gleichen Weg betaucht. Sieht man bei einer durchschnittlichen Sichtweite von ca. 3-6 Meter doch immer wieder etwas Neues.  
Manche fragen mich was denn an deutschen Seen so toll sein soll, da sieht man doch gar nichts…oder?
Ich versuche hier meine Eindrücke, Gefühle und Erfahrungen bei meinen Tauchgängen etwas näher zu beschreiben.
 

Das Erlebnis / Gefühl beim Tauchen kann man sich zu einem kleinen Teil so vorstellen – ein richtiger Nebeltag mit einer Sichtweite von 50 Metern. Vor einem ist alles klar zu erkennen. In 25 Meter Entfernung kann man es erahnen und in 50 Meter sieht man vielleicht nur einen dunklen Schatten. Alles was dahinter liegt ist nicht zu erkennen und schält sich erst nach und nach beim näher herankommen aus dem Nebel. 

Und wenn man das ganze nun auf 10 oder gar auf 5 Meter statt auf 50 Meter reduziert, dann hat man schon zu 25%  eine Vorstellung wie es unter Wasser anfühlt.

Gut ich rede hier von den Seen in denen ich in Deutschland war. Es gibt aber auch Seen in Deutschland die eine fantastische weite Sicht haben z.B. der Bodensee oder Hemmoor. Nicht so wie auf dem oben gezeigten Foto. 😀

Leider hatte ich noch keine Zeit in solchen Seen zu tauchen da sie meist etwas weiter von meinem Einzugsgebiet liegen.

Nichtsdestotrotz gibt es an manchen Tagen, in den Seen in meiner Umgebung, eine herrliche Sicht zu bestaunen. Mit Sichtweiten von 10 und mehr Metern. Das sind die Tauchgänge die man besonders schätzt.

Wie ich schon schrieb sind Tauchgänge immer anders. Manche Seen sind bis 40m tiefe so hell, dass man kaum eine Lampe bräuchte. Manche sind ab 15 Metern stockdunkel so das ein weitertauchen ohne Lampe aussichtslos wäre.

Auch die Wasserfarbe ist von See zu See anders. Blau, Grün, Grau bis zu bräunlich ist alles drin. Ich könnte wetten dass ich die meisten Seen allein an ihrer Wasserfarbe erkennen würde.

Das Buddy-System beim Tauchen hat sich bewährt.

Dein Buddy ist so zu sagen deine Lebensversicherung unter Wasser. Er kann dir Luft spenden, falls dir mal die Luft ausgeht. (Was eigentlich niemals bei einem Tauchgang grundlos geschehen darf. Denn sonst hat man von vornherein einen fatalen Fehler bei der Tauchgangsglanung  gemacht.) So ein Luftmangel kann bei einem vereisten Atemregler schnell mal vorkommen.

Bei einem Tiefenrausch der selten und wenn dann unerwartet kommt, ist man um seinen Buddy auch froh. Der einen packt und zusammen ein paar Meter auftaucht bis es einem wieder besser geht.

Ich hatte bis jetzt noch keinen Tiefenrausch und reise mich nun auch nicht um diese Erfahrung. Aber ein Tiefenrausch hat nicht immer was mit großer Tiefe zu tun. Manchmal kann er schon bei 25 Metern zuschlagen. Oft hängt er auch mit der momentanen körperlichen Verfassung zusammen. Schlecht geschlafen, zu wenig getrunken, oder aber auch Stress kann so ein Tiefenrausch begünstigen.

Kommt man in eine Situation die man nicht oder nur schwer alleine bewerkstelligen kann. Z.B. man verheddert sich in einer Angelschnur oder man bleibt in einem Gestrüpp hängen oder oder oder. ist man um seinen Buddy froh. Es gibt viele Situationen in denen ein Buddy behilflich sein kann.

Manchmal ist der 15cm Barsch hinter einem plötzlich der weiße Hai oder die Baumwurzel das schlimmste Unterwassermonster. Solche streiche kann einem manchmal seine Fantasie spielen. Ich habe das Gefühl je tiefer ich tauche desto leichter hat es die Fantasie bei mir. 😆 Wenn man sie nicht unter Kontrolle bekommt kann daraus leicht eine Panik werden. Ein Glück kann man zu seinem Buddy tauchen der einem helfen kann. Denn ein guter Buddy sollte immer konservativ tauchen.

Leider schleicht sich bei den besten Buddieteams die Routine ein. Auch bei Sichtweiten von 5-8 Metern hat man seinen Buddy schnell mal verloren. Falls tatsächlich mal ein gesundheitliches Problem, Tiefenrauch, Unwohlsein oder sonst was eintritt und der Buddy ist außer Sichtweite ist es nur schwer ihn wieder zu finden. Ist der Buddy mal verschwunden, kann man bei Tauchgängen in geringer Tiefe mal kurz auftauchen und nachsehen wo wie Luftblasen seines Buddies an die Oberfläche kommen. Aber  in größerer Tiefe ist das schon nicht mehr so einfach. Da gilt die Regel: RUHIG BLEIBEN!! ATMEN!! RUHE BEWAREN!! ATMEN!! NACHDENKEN!! ATMEN!! GEZIELT HANDELN!!

Im schlimmsten Fall kommt es auf Sekunden an. Deshalb nicht 5 Minuten nach dem Buddy suchen.

Nach ca. 30 Sekunden Suche sollte einen kontrollierten Aufstieg gemachen werden (Natürlich die eigene Sicherheit IMMER im Vordergrung) . An der Oberfläche nach Luftblasen Ausschau halten. Wenn man welche sieht kann man denen nachtauchen. Wenn alles “gut“ läuft hat dein Buddy von der ganzen Aufregung nichts mitbekommen. Routine ist nicht immer gut. 😯

?? Und das macht Spaß ??

Ja, denn es ist sooo viel mehr.

Da kommt noch was…

  1. Trotz, oder wegen, des milchigen Wassers sehr schöne stimmungsvolle Fotos.

  2. So ein Barsch muss nicht immer in der Pfanne landen. Das wäre echt schade für so ein Pracht Exemplar. Tolles…

  3. Ich habe das Häuschen mal Umgehängt. Es war wahrscheinlich zu stark in der Sonne gehangen. Hatte schon lange kein Besuch…

  4. Vielleicht solltest du neue tapezieren. 😉 Ich freue mich schon auf Bilder vom Nestbau.

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