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Die Dosenfabrik

    TG_No.: 293 / Nr2 im März 2022 / See 10 / Uhrzeit: 9:30Uhr/ Tiefe: 14,2 / Dauer: 68min / Wassertemperatur: 6°C

    Heute ist wieder einmal arbeiten angesagt und zwar bei unseren Anglerfreunden. Wie letztes Jahr schon besprochen, dürfen wir in diesem See Tauchen mit der Bedingung den See zu säubern.

    Also richten wir unsere Sachen die wir zum Reinigen brauchen und das ist nicht viel. Ein großer Sack wird eingesteckt und wir sind startbereit. Zu viert erkunden wir heute den See. Wir wollen einmal zur Mitte des Sees tauchen und dann im großen Bogen wieder zum Einstieg zurück.

    In der Mitte angekommen sind wir doch etwas enttäuscht. Gerade mal 14 Meter tief! Der See hat das Profil einer Duschwanne. Also weiter im Plan und wir Tauchen im großen Bogen zurück.

    Sobald das Wasser etwas flacher wurde tauchen auch die ersten Unebenheiten auf. Steine, Findlinge und die in diesem See allgegenwärtigen Betonröhren. Zwischen ihnen finden wir alles Mögliche. Zerbrochene Flaschen, Golfbälle, Plastiktüten, Angelschnur, Woppler und vieles mehr.

    Ich greife mir solch einen Woppler und möchte ihn in meinen Sack stecken als ich bemerkte das daran sich noch eine Angelschnur befindet. Also ziehe ich daran und wickle die Schnur auf, bis ich auf wiederstand stoße. Ich dachte schon dass sich die Schnur irgendwo verfangen hat und ich sie nicht los bekomme. Doch nach einem kurzem ruck ist sie wieder frei. Als ich eine Bewegung und wiederstand am Ende der Schnur ausmachte war ich etwas verwirrt. Ich dachte schon es hätte ein Fisch angebissen doch die traurige Wahrheit ist das sich in den losen Enden der Anglerschnur eine Ente verfangen hatte und dann kläglich verendet ist 🙁

    Sowas kommt leider vor und dem Angler kann man da auch keine Schuld geben, denn er kann ja die abgerissene Schnur nicht einsammeln 🙁

    Nach einer Weile mehren sich die Funde von offenen Maisdosen. Nach der zwanzigsten Dose  war ich überzeugt dass hier irgendwo eine Dosenfabrik stehen muss. Auch hier ist die Wahrheit traurig. Leider werden diese Maisdosen von einem Angler regelmäßig dort hinein geschmissen.

    Auch das war ein Auftrag von Uns. Die Vermutung hatte die Vorstandschaft schon lange doch erst durch unsere Beweise konnten sie gegen diesen Angler vorgehen.

    Mein 120 Liter Sack war inzwischen randvoll und ich mühte mich richtig ab, gerne hätte ich diesen Sack für 5 Minuten mal einem anderen Taucher gegeben da er wirklich sauschwer ist. Doch was machen meine 3 Buddies?! Kommen her schmeißen noch schnell einen Dose in den Sack und bevor ich ihnen sagen kann dass sie den Sack mal kurz halten sollen waren sie weg. Mir beschlich sich das Gefühl als ob sie dies extra machen würden. Plötzlich war weit und breit kein Buddy mehr zu sehen…alle weit außer Reichweite von mir und meinem sauschweren Müllsack… sowas aber auch 🙂

    Am Ausstieg angekommen mussten Norbert und ich feststellen das wie keine 20 mehr sind denn wir hatten im Gegensatz zu den anderen jungspunden redlich Probleme an der steilen Böschung an Land zu kommen.

    Das Ende vom Lied war: das wir den See um ca. 30 Kg Schrott erleichtert haben

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