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Die Taucherlaubnis

    TG_No.: 257 / Nr.3 im August 2021 / See 11 / Uhrzeit: 12:00Uhr/ Tiefe: 5,1 / Dauer: 21min / Wassertemperatur: 16°C

    Ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber was habe ich mich gefreut als ich vor ein paar Tagen von meiner Gemeinde mitgeteilt bekommen habe dass wir in dem kleinen See auf ihrer Gemarkung tauchen dürfen. Am Anfang des Jahres bin ich mit meiner Bitte, ob ich einen Tauchgang in den See machen darf, an die Gemeinde getreten. Ich war neugierig was man dort alles finden würde und bat an, den gegebenenfalls gefundenen Müll zu bergen. Prinzipiell waren Sie nicht von meiner Idee abgeneigt und ich vernahm durchaus positive Stimmen doch da sich die Gemeinde sich gerade in einer Umorganisierung befand, wurde ich für die Bearbeitung meines Anliegens auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet.


    Kein Problem. Ich kenne das. Ich habe Zeit.

    Ein paar Monate später fragte ich noch einmal an. Mit demselben Kontext, dass sie die Idee super finden aber es erst noch durch die dafür zuständige Abteilung abgesegnet werden müsse.

    Als dann wieder fast dann zwei Monate um waren und ich noch keine Antwort hatte, glaubte ich schon fast nicht mehr dran dass daraus etwas wird. Doch was war ich überrascht als ich nach ca. gesamt 6 Monaten die E-Mail von der Gemeinde bekam mit der Erlaubnis angemeldete Tauchgänge in ihrem See zu tätigen. Auch der ASV, der die Angelpacht für den See hat, sprach sich positiv zu diesem Vorhaben aus. Natürlich alles auf Eigenverantwortung… versteht sich ja von selbst… bei solch einer Sportart. Auch hier gilt „Safety First´´

    Auch wenn der See nicht gerade sehr groß ist… eher klein und mit einer angegebenen Maximaltiefe von 6 Metern nicht gerade dem Taucherparadies entspricht, war ich nun voller Vorfreude dort zu tauchen.


    Meine Mission:

    Den vermuteten Müll aus dem See zu bergen der sich im Laufe der Jahre dort illegal entsorgt wurde.


    Dort am See angekommen empfing uns schon eine kleine Abordnung des Angelsportvereins, die neugierig auf das waren was wir in dem See wohl finden würden.

    Ein schönes Beispiel dafür dass Taucher und Angler sich doch vertragen können 😉


    Über eine kleine Treppe gelangten wir in den See. Leider bestätigt sich meine Befürchtung dass der See im Augenblick eine sehr schlechte Sichtweite hat. Durch die hohe Sonneneinstrahlung und die Wärme sind sehr viele Schwebeteile / Algen im Wasser so dass wir eine maximale Sicht von 30 cm hatten. Weniger war eher die Regel 🙁 Nach nicht einmal zwei Minuten fanden wir uns wieder an der Oberfläche wieder ein und beratschlagen wie es weitergeht. Ein weiterführen des Tauchgangs war bei den Sichtweiten fast aussichtslos.

    Wie sieht das denn aber aus wenn wir ohne Erfolg den Tauchgang beenden? Das lässt unser Ehrgeiz nicht zu, wir wollten uns eine Stellen die uns verdächtig vorkam noch genauer anschauen bevor wir abbrechen wollten und tauchten dorthin. Am Grund des Sees gab es eine Schicht von ca. 25cm die relativ klar war. So tauchten wir mit dem Kopf nach unten in Richtung dieser Stelle und wurden tatsächlich fündig. Ein Motorroller-Rahmen, einen leeren Kasten Bier 😥 und Glasflaschen konnten wir heute bergen und das bei solch einer schlechten Sicht…da befindet sich bestimmt noch mehr drin.

    Aber das verschieben wir bis ins Spätjahr, denn erfahrungsgemäß ist das Wasser dann wieder klarer.

    Ja, Fische habe ich auch gesehen. Einen Jungen Hecht die laut ASV nicht eingesetzt wurden(ein gutes Zeichen), Rotaugen, Barsche und leider auch hier die Schwarzmeergrundel.

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